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17.05.2021

Mehr über die IGM

Die IG Metall - Eine Gewerkschaft stellt sich vor

Rund 2,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metallindustrie, des Metallhandwerks, der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Holz- und Kunststoffindustrie sowie der Informations- und Kommunikationsindustrie haben sich in der IG Metall zusammengeschlossen, um ihre Interessen in Betrieb und Gesellschaft besser einbringen und durchsetzen zu können.

Und zwar sehr erfolgreich - das zeigt die Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte:

  • höhere Einkommen
  • kürzere Arbeitszeiten
  • mehr Urlaub
  • mehr soziale Sicherheit
  • mehr Freiraum

Unsere Geschichte zeigt, dass  - wann immer die Arbeitszeiten verkürzt, der Urlaub verlängert und die Einkommen erhöht wurden -  allen Verbesserungen für die Arbeitnehmer immer ein zäher Kampf vorausging, der manchmal bis zum Streik führte.
Damals wie heute gilt unverändert: die IG Metall ist nur so stark, wie ihre Mitglieder sie machen.

Eine zentrale Aufgabe der Gewerkschaft ist die Tarifpolitik. Im Mittelpunkt unserer tarifpolitischen Ziele steht

  • die Einkommen zu sichern und zu verbessern
  • die Arbeitszeiten zu verkürzen und im Interesse der Beschäftigten zu gestalten
  • Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten
  • die Qualifizierung zu fördern

Zeitgemäße Tarifverträge müssen neuen Produktions- und Arbeitsorganisationen, aber auch den Erwartungen der Beschäftigten gerecht werden.

Die meisten Menschen erwarten heute von der Arbeit mehr als bloßes Geldverdienen. Sie wünschen sich eine sinnvolle Tätigkeit, die ihre Gesundheit und die Umwelt möglichst wenig belastet. Sie wollen bei Entscheidungen gefragt und beteiligt sein, und sie verlangen nach mehr Freiräumen und mehr Selbstbestimmung im täglichen Arbeitsleben.

Die IG Metall arbeitet an neuen Tarifverträgen, die die genannten Entwicklungen und Erwartungen berücksichtigen.

Kleine Geschichte der IG Metall

Im Juni 1991 feierte die IG Metall ihren hundertsten Geburtstag. Im Jahr 1891 war der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV), die wichtigste Vorläuferorganisation der IG Metall, gegründet worden. Der DMV entwickelte sich schnell zur größten deutschen Einzelgewerkschaft im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.

Die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazidiktatur im Jahre 1933 bedeutete auch das Ende einer freien Gewerkschaftsarbeit in Deutschland. Es folgten Jahre der Verfolgung, Unterdrückung und des Widerstandes.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahre 1945, formierte sich die neue gewerkschaftliche Arbeit aus den Betrieben heraus. Betriebsräte organisierten den Bedarf fürs tägliche Leben und den Wiederaufbau der Betriebe.

Parallel dazu begann der Aufbau der Gewerkschaften als Organisation nach dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft.
Nach der deutschen Einheit bekam die IG Metall 1991 rund eine Million neue Mitglieder - es gibt nur noch eine einheitliche IG Metall in Ost und West.

1998 und 2000: Zwei Fusionen - zuerst mit der Gewerkschaft Textil-Bekleidung (GTB), dann mit der Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK). Der Name "IG Metall" ist dabei erhalten geblieben. Die früheren GTB- und GHK-Mitglieder sind den IG Metall-Mitgliedern in allen Punkten gleichgestellt. Die Betreuung wird von den IG Metall-Verwaltungsstellen übernommen.

Die IG Metall vertritt heute erfolgreich die Interessen der Beschäftigten in der Metallwirtschaft, in der Eisen- und Stahlindustrie, im Metallhandwerk, in der Textil- und Bekleidungsindustrie, dem Textilreinigungsgewerbe sowie in der Holz- und Kunststoffindustrie.

Die IG Metall ist Mitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes (IMB).