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16.12.2017

Sozialschutz und Arbeitnehmerrechte

In der globalisierten Wirtschaft haben Ethikrichtlinien für sozialverantwortliches unternehmerisches Handeln Hochkonjunktur. Corporate Social Responsibility (kurz: CSR) wird immer mehr zu einem wirtschaftlichen Wettbewerbsfaktor zwischen international tätigen Unternehmen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl verschiedener Initiativen (u.a. die OECD-Leitsätze, den Global Compact), die auf Freiwilligkeit  und Selbstverpflichtung basieren. Bis heute fehlen allerdings – wie von den Gewerkschaften gefordert - international gültige,  rechtlich verpflichtende und sanktionsfähige Standards.

Für die Gewerkschaften sind deshalb die ILO-Kernarbeitsnormen der wichtigste, weil auch völkerrechtlich anerkannte Ansatzpunkt für die weltweite Beachtung und Anwendung sozialer Rechte und Mindeststandards. Die globale Durchsetzung der ILO-Normen soll verhindern, dass der internationale Konkurrenz- und Verdrängungswettbewerb als Wettlauf zwischen den Ländern um die jeweils niedrigsten Standards (z.B. durch geringe ökologische Auflagen, mit Niedrigstlöhnen, Kinderarbeit etc.) ausgetragen wird.

Solange verbindliche staatliche Regelungen fehlen, sind die Internationale Rahmenabkommen (IRA) der internationalen Gewerkschaftsorganisationen mit globalen Unternehmen das wirksamste Instrument, um Arbeitnehmer weltweit vor Unterdrückung und Ausbeutung zu schützen. In der EU27 gibt es derzeit rd. 70 solcher Abkommen  - allerdings noch keine Vereinbarung im Holzwerkstoffsektor.

Das von der Bau- und Holzarbeiter-Internationale entwickelten Musterabkommen für eine Internationale Rahmenvereinbarung ist für uns das Basisgerüst für die Pfleiderer AG Sozialcharta