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27.11.2020
< Verbindliche Regeln, die für alle gelten!
09.02.2010 00:00 Alter: 11 Jahre

Gewerkschaften fordern Internationale Rahmenabkommen


Internationale Rahmenabkommen sind Vereinbarungen zwischen den internationalen Gewerkschaftsorganisationen und internationalen Unternehmen. Sie gelten unternehmensbezogen, weltweit und verbindlich. Rahmenvereinbarungen haben das Ziel, Arbeitnehmerrechte mit transnationalen Regelungen zu sichern und Beschäftigte in multinationalen Unternehmen und deren Zulieferer vor Ausbeutung und Lohndumping zu schützen. Dies soll durch die Einhaltung von Mindeststandards bei den Arbeitsbedingungen, die auf den so genannten Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) beruhen, erreicht werden. Dazu gehören die Anerkennung der Menschenrechte, der Ausschluss von Diskriminierung und Kinder- und Zwangsarbeit, das Recht der Beschäftigten, sich Gewerkschaften anzuschließen und Arbeitnehmervertretungen zu gründen, das Recht auf angemessene Bezahlung, gesunde Arbeitsbedingungen und sozialverträgliche Arbeitszeiten.

In der EU27 gibt es derzeit branchenübergreifend etwa 70 solcher Rahmenabkommen. In der Holz- und Möbelindustrie haben Unternehmen wie  Faber-Castell, Staedtler und Wilkhahn ein solches Abkommen geschlossen. Mit den europäischen Holzwerkstoffkonzernen gibt es bis heute keine Vereinbarung. Mit PASOC bietet sich die Möglichkeit, diese Lücke zu schließen und eine entsprechende Vereinbarung im Pfleiderer Konzern zu verankern. Die Bau- und Holzarbeiter-Internationale hat ein Musterabkommen entwickelt und veröffentlicht.

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